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Star Trek: Destiny
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Star Trek: Destiny ist eine von David Mack verfasste Romantrilogie, die im fiktiven Star-Trek-Universum spielt. Sie besteht aus den Romanen Götter der Nacht, Gewöhnliche Sterbliche und Verlorene Seelen. Die Romane erschienen auf Englisch erstmals 2008 im Verlag Pocket Books und auf Deutsch erstmals 2010 bei Cross Cult. Die Haupthandlung findet im Jahr 2381 statt, etwa anderthalb Jahre nach der Handlung des zehnten Star-Trek-Kinofilms Nemesis, und gehört damit zur literarischen Fortsetzung von Star Trek nach Nemesis. Die Romane stellen ein Crossover aus den Star-Trek-Romanreihen bzw. -Fernsehserien The Next Generation, Deep Space Nine, Voyager, Titan und Enterprise dar. In der Trilogie geht es um einen verheerenden Großangriff der Borg auf die Vereinte Föderation der Planeten und deren VerbĂŒndete sowie um dessen Vorgeschichte. Dabei wird auch die Entstehung der Spezies Borg thematisiert.

Contents

‱ Handlung
‱ Figuren
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Handlung

Vorgeschichte

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Hauptartikel

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Star Trek: The Next Generation (Literarische Fortsetzung nach Nemesis)

Im Jahr 2380 kommt es erneut zur Konfrontation zwischen der Föderation und den Borg. Es stellt sich heraus, dass sich die Borg weiterentwickelt haben und nunmehr nicht bloß auf Assimilation, sondern auch auf Absorption zielen. Ein Borg-Kubus absorbiert auf seinem Flug zur Erde den Zwergplaneten Pluto und etliche Sternenflottenraumschiffe, wobei der Kubus anwĂ€chst. Durch eine List gelingt es Sternenflottenoffizieren, den Kubus zu zerstören und damit die erneute Assimilation von Picard und Seven of Nine in das Kollektiv sowie die Vernichtung der Erde zu vereiteln. Zu Beginn des Folgejahres bedrohen die Borg abermals die Föderation und drohen ihr mit völliger Vernichtung, da ihre biologischen und technologischen Eigenschaften unwichtig geworden seien. Ein Kubus vernichtet die Föderationswelten Barolia und Acamar.

Götter der Nacht

22. Jahrhundert

Im Jahr 2156 wird das Sternenflottenraumschiff U.S.S. Columbia im Grenzgebiet von Föderation und Romulanern von den feindlichen Romulanern angegriffen. Beim Fluchtmanöver der Columbia fallen Warpantrieb und Subraumkommunikationsmöglichkeit komplett aus. Um die Versorgung der Crew mit Lebensmitteln zu gewĂ€hrleisten, lĂ€sst Captain Erika Hernandez das Schiff zu einem ĂŒber 11 Lichtjahre entfernten, offenbar bewohnten Planeten fliegen. Damit der Flug nicht zu lange dauert, erfolgt er mit maximalem Impuls. Er dauert fĂŒr die Crew wegen der Zeitdilatation nur etwa 60 Tage, tatsĂ€chlich dauert er aber 12 Jahre.

2168 trifft die Columbia bei dem Planeten ein, der Erigol heißt und Heimat der Spezies Caeliar ist, die der Föderation bislang unbekannt war. Jede Stadt auf Erigol kann zugleich als Raumschiff funktionieren, die StĂ€dte heißen auch Stadtschiffe. In der Hauptstadt Axion angelangt, erfĂ€hrt das Außenteam, dass die Caeliar der Sternenflottencrew die RĂŒckkehr in ihre Heimat verwehren, um ihre Isolation nicht zu gefĂ€hrden. Die Caeliar sind pazifistisch eingestellt, besitzen ein Kollektivbewusstsein namens „Gestalt“ und einen riesigen Apparat zur Subraumkommunikation, mit dem sie Kontakt zu evolutionĂ€r weiter als sie selbst entwickelten Zivilisationen aufnehmen wollen, dieses Projekt nennen sie „Großes Werk“.

Ein Teil der Columbia-Crew, darunter MACO-Soldaten, ist gegen die Entscheidung von Hernandez, eine Flucht nicht zu wagen, und beginnt deshalb eine Meuterei. Die Meuterer erpressen einen Teil der Caeliar und zwingen sie dazu, zwecks RĂŒckkehr in ihre Heimat einen Subraumtunnel zu öffnen. In der Folge kommt es zu einem RĂŒckkopplungsimpuls aus der von den Caeliar dabei kontaktierten Galaxie und der Stern von Erigol beginnt, zur Supernova zu werden. Dadurch ist die Columbia mit den Meuterern und einer Caeliar-Geisel an Bord zur Flucht durch einen Subraumtunnel gezwungen. Wegen der tödlichen Strahlung in dem Tunnel sterben alle Besatzungsmitglieder augenblicklich. Die Columbia stĂŒrzt mit dem einen Caeliar an Bord auf einem Planeten ab. Da gleichfalls der Planet Erigol auseinanderbricht, flieht ein Teil der Caeliar mit den Stadtschiffen Axion, Mantilis und Kintana durch Subraumtunnel, ein anderer, grĂ¶ĂŸerer Teil stirbt. Hernandez, fĂŒnf andere Menschen und zwölf Caeliar ĂŒberleben im Stadtschiff Axion, welches fast 60.000 Lichtjahre entfernt von der Erde und 600 Jahre in die Vergangenheit versetzt wird.

24. Jahrhundert

2373 entdeckt die Crew der U.S.S. Defiant zufĂ€llig das Wrack der Columbia auf einem Planeten im Gamma-Quadranten. Wegen des einsetzenden Dominion-Krieges kann es zunĂ€chst nicht ausreichend untersucht werden. 2381 untersucht die Crew des Sternenflottenraumschiffs U.S.S. Aventine das Wrack der Columbia auf dem Planeten. Die Aventine wird durch Ezri Dax kommandiert, seit kĂŒrzlich der Captain des Schiffes und einige Besatzungsmitglieder bei Angriffen der Borg starben. Dax erhofft sich aus der Lösung des RĂ€tsels, warum die Columbia in wenigen Jahren ĂŒber 70.000 Lichtjahre weit gereist ist, Hilfe bei der KlĂ€rung der Frage, wie es den Borg möglich ist, so große Entfernungen in so kurzer Zeit zurĂŒckzulegen. Im Zuge der Untersuchungen des Wracks sterben drei Crewmitglieder der Aventine auf zunĂ€chst mysteriöse Weise. Die Aventine verfolgt einen plötzlich per Shuttle flĂŒchtenden Caeliar durch einen Subraumtunnel hindurch bis zum Azurnebel im Beta-Quadranten, in die NĂ€he eines Supernovarestes. Ein Außenteam findet den einst als Geisel auf die Columbia gekommenen Caeliar auf und erfĂ€hrt von ihm kurz vor dessen Tod, dass er – lange in dem Wrack lebend – auf der Suche nach ĂŒberlebenswichtiger Energie war und die Besatzungsmitglieder dabei unbeabsichtigt tötete.

Unterdessen greifen die plötzlich mit mehreren Kuben erschienenen Borg aus fĂŒr die Föderation bislang unbekannten GrĂŒnden ĂŒberraschend schnell einige Welten der Föderation und der Klingonen an. Dabei löschen die Borg teils die gesamte Bevölkerung von Planeten, StĂ€dten und Raumstationen aus, wobei Zehntausende sterben. Die Föderation ist dazu gezwungen, sĂ€mtliche KrĂ€fte zur Verteidigung zu mobilisieren, darunter auch Frachtraumschiffe. Zur Verteidigung ihrer Planeten und Raumstationen gehen manche Sternenflottenschiffe teils so weit, dass sie Kamikaze-Angriffe gegen Borg-Kuben fliegen. Auf diese Weise verhindern sie etwa, dass ein Borg-Kubus den klingonischen Planeten Khitomer auslöscht. Die Enterprise-E ist das einzige Raumschiff der Sternenflotte, das mit Transphasentorpedos ausgerĂŒstet ist. Diese sind, abgesehen von den Kamikaze-FlĂŒgen, die einzige wirksame Waffe der Sternenflotte zur Zerstörung von Borg-Kuben. Die SternenflottenfĂŒhrung ist gegen Picards Ansinnen, auch andere Sternenflottenschiffe mit dieser Technik auszustatten, weil sie befĂŒrchtet, dass sich die Borg dann daran anpassen könnten. Picard kommt kurz in Kontakt mit einer Borg-Königin, die ihre Absicht verkĂŒndet, dass die menschliche Rasse komplett ausgelöscht werden soll. Die Unterlegenheit der Sternenflotte gegenĂŒber den Borg, einhergehend mit dem Tod so vieler Individuen, und die bislang offene Frage nach dem Grund fĂŒr die plötzlich geĂ€nderte Taktik der Borg, stĂŒrzen Picard in Verzweiflung. Auf der Enterprise entdeckt man an Wrackteilen mögliche Hinweise auf den Herkunftsort der Borg. Dazu gehört auch der Azurnebel, zu dem die Enterprise umgehend Kurs setzt.

Indes ernennt FöderationsprĂ€sidentin Bacco mit Seven of Nine ihre neue stellvertretende Sicherheitsberaterin. Zudem kommt der klingonische Kanzler Martok mit seiner Regierung ĂŒberein, an der Seite der Föderation gegen die Borg zu kĂ€mpfen.

Parallel zu diesen Ereignissen entdeckt man auf der U.S.S. Titan im Beta-Quadranten zufĂ€llig einige Triquantenwellen, welche auf Borg-AktivitĂ€ten hinweisen könnten. Am Ausgangsort wenige Lichtjahre entfernt angelangt, entdeckt die Titan eine planetenĂ€hnliche SphĂ€re. Als ein Titan-Außenteam deren Inneres untersucht, trifft es auf einige Caeliar und Captain Hernandez, von denen es auf dem Planeten Neu-Erigol willkommen geheißen wird.

Gewöhnliche Sterbliche

16. bis 24. Jahrhundert

Hernandez und ihre menschlichen Begleiter sind als Folge der Supernova in das Jahr 1519 versetzt worden. Sie leben als Gefangene der Caeliar in deren Stadtschiff Axion. Mit der Axion suchen die Caeliar jahrelang einen neuen, passenden Planeten fĂŒr Axion. Um dabei ihre Existenz und ihr Großes Werk geheim zu halten und den Zeitverlauf nicht zu beeinflussen, wollen sie mit ihrem Stadtschiff Energie einsparen. Hernandez erfĂ€hrt von den Caeliar, dass der Energieimpuls, den die Caeliar einst aus einer von ihnen beobachteten Galaxie empfingen, von ihrer eigenen Technologie ausging, offenbar vom Stadtschiff Kintana, das noch deutlich weiter als Axion in die Vergangenheit versetzt worden ist.

Die Menschen auf Axion sind gezwungen, sich ihre Zeit zu vertreiben, und langweilen sich teilweise, sodass zwei von ihnen aus Verzweiflung Suizid versuchen. Dabei stirbt die frĂŒhere Chefmedizinerin der Columbia und Sidra Valerian, einst Kommunikationsoffizierin, wird schwer verletzt. Hernandez willigt zu Valerians Rettung ein, dass Inyx an ihr eine experimentelle Behandlung durchfĂŒhrt, bei der ihr Catome injiziert werden. Diese scheitert aber, sodass Valerian stirbt.

Axion treibt Jahrzehntelang mit schwacher Energiesignatur langsam durchs All – bis 1574, als die Caeliar einen geeigneten Planeten fĂŒr Axion gefunden haben. Bei der Landung von Axion auf dem Planeten, den die Caeliar Neu-Erigol nennen, sind Hernandez und ihre frĂŒhere erste Offizierin Fletcher mittlerweile ergraut und altersschwach. Nachdem Fletcher eines natĂŒrlichen Todes gestorben ist, ist Hernandez die einzige, von der Columbia stammende Person bei den Caeliar. WĂ€hrend die Caeliar ihr Großes Werk fortsetzen und um den Planeten und den nahen Stern eine HĂŒlle bauen, lĂ€sst sich Hernandez durch Inyx davon ĂŒberzeugen, die einst zu Valerians Rettung versuchte Behandlungsart auch bei ihr durchzufĂŒhren. Inyx fĂŒhrt die Prozedur bei Hernandez geheim und ohne das EinverstĂ€ndnis seiner Artgenossen durch. Dabei injiziert Inyx ihr Catome – Nanoroboter, die dafĂŒr sorgen, dass die Effekte des Alterns bei Hernandez rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden, und die danach in ihrem Körper verbleiben. Die Prozedur ist erfolgreich und Hernandez ist wieder jung wie eine 20-JĂ€hrige, bleibt aber fĂŒr immer auf Neu-Erigol gefangen.

Jahrzehnte spĂ€ter lebt Hernandez nach wie vor auf Neu-Erigol, ist aber trotz eines Lebens in ewiger Jugend nicht glĂŒcklich, sodass sie zu der Überzeugung gelangt, einen Fluchtversuch zu planen. FĂŒr dessen Vorbereitungen lĂ€sst sie sich mehrere Jahrhunderte Zeit, wird jedoch von Inyx entdeckt und von dessen Artgenossen unter verschĂ€rfte Sicherheit gesetzt. Im Jahr 2168 gedenken Hernandez und die Caeliar ihrer Flucht vor der Supernova, die ihre anderen Ichs in diesem Jahr durchfĂŒhren.

2381

Als die Enterprise beim Azurnebel angelangt ist, wird sie von Borg-Kuben angegriffen, wobei es zu einem HĂŒllenbruch kommt und mehrere Besatzungsmitglieder getötet, verstĂŒmmelt oder anders verletzt werden. Mit der Hilfe der eintreffenden Aventine kann die Enterprise vor der Zerstörung bewahrt werden. Enterprise und Aventine untersuchen den Nebel und erkennen, dass er etliche AusgĂ€nge von Subraumtunneln enthĂ€lt, die den Borg als Einfallstor in das Föderationsgebiet dienen könnten. Um die Borg am weiteren Eindringen in Föderationsgebiet zu hindern, wollen Enterprise und Aventine die TunnelausgĂ€nge verminen, jedoch können sie dies aus technischen GrĂŒnden nicht verwirklichen. Picard bestellt daraufhin beim Föderationshauptquartier eine Flotte aus Raumschiffen, die eine Expeditionsstreitmacht zur Abwehr der Borg bilden sollen.

Nichtsdestotrotz wagt es die Aventine, einen der Tunnel zu durchfliegen. Sie verlĂ€sst den Tunnel nunmehr aber nicht im Gamma-Quadranten, sondern im Delta-Quadranten. In der NĂ€he des dortigen Tunnelausgangs entdeckt die Aventine ein riesiges TrĂŒmmerfeld, dessen Teile aus Borg-Material bestehen. Kurz nach dieser Entdeckung trifft die Aventine auf die „Kinder des Sturms“, bislang unbekannte Lebensformen, die viele Jahre brauchten, um diesen Teil des Alls von den Borg zu sĂ€ubern. Die Aventine wird von den Fremden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen, und kehrt durch den Tunnel zurĂŒck in den Azurnebel.

Unterdessen kommt der Föderationsrat mit fĂŒhrenden Vertretern anderer MĂ€chte des Alpha- und Beta-Quadranten zu einer Sitzung zusammen, um ĂŒber die Bedrohung durch die Borg zu beraten. Unter anderem Klingonen, Ferengi und Cardassianer sagen zu, kooperativ mit der Föderation gegen die Borg zu kĂ€mpfen. Bacco erreicht durch einen Trick, dass die Breen mit den Ferengi kooperieren und nicht mit den Tholianern, die der Föderation gegenĂŒber feindlich gesinnt sind.

Indes erfahren die Mitglieder des Titan-Außenteams um Troi und Tuvok, dass sie fortan Gefangene der Caeliar sind, die ihre Existenz geheim halten wollen. Das Außenteam unternimmt einen Fluchtversuch, jedoch erfolglos, da sie von den Caeliar bemerkt werden. Troi versucht, Hernandez davon zu ĂŒberzeugen, dem Außenteam bei der Flucht zu helfen.

Die Enterprise durchfliegt einen der Subraumtunnel und erreicht so eine bislang unbekannte Galaxie, in der sich einige Sterne finden, die komplett ummantelt sind und offensichtlich von einer Ă€ußerst fortschrittlichen Zivilisation in diesen Zustand versetzt wurden. Ein Kontaktaufnahmeversuch der Enterprise mit den Fremden ist erfolglos, ehe die Enterprise in den Azurnebel zurĂŒckkehrt.

Enterprise und Aventine durchfliegen zur Erforschung einen weiteren Tunnel gemeinsam und finden sich nach dessen Passage im Delta-Quadranten wieder, mitten in einem Plasmastrom zweier Doppelsterne. Sie werden dort von einer Flotte Hirogen angegriffen, fliehen aber nicht durch den Tunnel zurĂŒck, um die Hirogen nicht auf ihn aufmerksam zu machen. Auf beiden Schiffen gibt es durch die Angriffe HĂŒllenbrĂŒche, Tote, Verletzte und Vermisste, zudem werden beide Schiffe von einigen Hirogen geentert.

WĂ€hrend Enterprise und Aventine am RĂŒckflug in Föderationsgebiet gehindert sind, versammelt sich die von der Voyager angefĂŒhrte Expeditionsstreitmacht – bestehend aus Sternenflotte, romulanischen, klingonischen und cardassianischen Raumschiffen – vor den Öffnungen der Subraumtunnel im Azurnebel. Unterdessen gelingt es den Crews von Enterprise und Aventine, die Hirogen zurĂŒckzuschlagen bzw. zu töten. Beide Schiffe schaffen es in letzter Sekunde, durch den Subraumtunnel in den Azurnebel zurĂŒckzukehren. Die Crews sind schockiert ĂŒber den Anblick eines riesigen TrĂŒmmerfeldes im Azurnebel, welches die Überreste der Expeditionsstreitmacht darstellt. Darunter ist auch die schwer beschĂ€digte Voyager, deren Captain Chakotay berichtet, dass die Flotte durch die Borg ausgelöscht wurde. Es wird deutlich, dass die Borg mit einer Armada von ĂŒber 7400 Kuben in Föderationsgebiet eingedrungen sind und sich nun an die Vernichtung der Föderationswelten machen. Nach dem Einfall der Borg-Flotte aus dem Subraumtunnel wurden all diese Tunnel geschlossen. Enterprise und Aventine setzen Kurs zur Erde.

Die Crew der Titan ermittelt, dass die Subraumtunnel den Caeliar dazu dienen, entfernte Stellen der Galaxis zu beobachten. Hernandez erscheint plötzlich bei Riker auf der Titan und fordert ihn auf, mit der Titan zum Azurnebel zu fliegen, ehe die Caeliar, die fĂŒr das Zerstören der Subraumtunnel verantwortlich sind, Hernandez’ Verschwinden bemerken wĂŒrden.

Verlorene Seelen

4527 v. Chr.

Das Stadtschiff Mantilis wurde durch die Supernova ins Jahr 4527 v. Chr. versetzt. Zu den Passagieren gehört auch ein Teil der ursprĂŒnglichen Columbia-Crew und der MACO-Soldaten. Mantilis ist auf einem erdĂ€hnlichen Planeten notgelandet und wurde dadurch schwer beschĂ€digt. Die Menschen kĂ€mpfen in einer arktisch-winterlichen Fjordlandschaft um ihr Überleben. Die Caeliar drohen außerhalb ihrer lebensnotwendigen Umgebung bald zu sterben, sodass sie bei den Menschen um Hilfe anfragen. Diese lehnen jedoch ab, weil sie durch eine Vereinigung mit den Caeliar ihre Gesundheit gefĂ€hrdet sehen. Einige Wochen spĂ€ter sucht die Handvoll verbliebener Menschen Mantilis auf, um die Hilfe der Caeliar doch anzunehmen. Dort eingetroffen, werden sie jedoch plötzlich durch Unbekannte ĂŒberfallen und in Cyborgs verwandelt. SpĂ€ter im selben Jahr entdecken einige Vertreter der Spezies Kindir, die auf diesem – Arehaz genannten – Planeten heimisch sind, das Stadtschiff und werden ebenfalls von zwei Unbekannten als Cyborgs assimiliert.

2381

Hernandez ist auf der Titan, die beim Azurnebel eintrifft, und erzĂ€hlt Riker die Geschichte ihres Lebens und ihrer Gefangenschaft bei den Caeliar. Dazu gehört, dass der Azurnebel einst durch die Supernova entstanden ist. Enterprise und Aventine kehren wenig spĂ€ter zum Azurnebel zurĂŒck und kommen dort mit der Titan zusammen. Die Captains der drei Schiffe treffen auf der Titan Hernandez.

Unterdessen stellt sich heraus, dass die jetzt erschienenen Borg nicht wie befĂŒrchtet ĂŒber die Möglichkeit der Absorption verfĂŒgen. Kanzler Martok fĂŒhrt eine Flotte aus klingonischen Kampfschiffen an, die den Borg jedoch unterliegt und zersprengt wird. Die Flotte aus Borg-Kuben bewegt sich in Richtung Erde, zerstört dabei unter anderem die Föderationswelt Deneva, wodurch weitere Milliarden Individuen auf Föderationsseite sterben. Dabei ist die Borg-Flotte noch etwa acht Stunden von der Erde entfernt. Mittlerweile sind auch weitere Sternenflottenraumschiffe mit Transphasentorpedos ausgerĂŒstet, gegen die die Borg jedoch befĂŒrchtungsgemĂ€ĂŸ resistent werden. Bacco sieht dem Untergang der Föderation entgegen und bestellt ihre Regierungsmitglieder zu einem Treffen ein, Ă€hnlich einer Henkersmahlzeit.

Unter Leitung von Dax beginnt ein Team aus Crewmitgliedern von Enterprise, Titan und Aventine, einen maßgeblich von Hernandez ersonnenen Plan umzusetzen. Dieser sieht vor, dass sich Hernandez an Bord eines Borg-Schiffes begibt, dort unter Nutzung ihrer Catome den Borg-Drohnen vortĂ€uscht, sie sei die Borg-Königin, und die Borg-Kuben damit veranlasst, den Angriff auf die Föderation und ihre VerbĂŒndeten abzubrechen. Obwohl Picard den Plan als zu gefĂ€hrlich ablehnt, wird er durchgefĂŒhrt. Er gelingt zunĂ€chst und die fĂŒnf, je etwa fĂŒnf Kuben starken Borg-Flotten werden dazu veranlasst, ihre schon begonnenen Angriffe auf Vulkan und andere Welten abzubrechen, auf denen schon Tausende gestorben sind, und aufeinander zu schießen. Indes bemerkt die echte Borg-Königin, dass sich ein Eindringling im Kollektivbewusstsein befindet, wodurch Hernandez ihre Verbindung zum Vinculum trennen muss.

Hernandez hat bei ihrer Verbindung zum Borg-Kollektiv erfahren, dass dieses der Caeliar-Gestalt sehr Ă€hnelt, und schließt daraus, dass Caeliar an der Erschaffung der Borg beteiligt waren. Entgegen der bisherigen Annahme der Caeliar hatte das Stadtschiff Mantilis seine Reise durch den Subraumtunnel ĂŒberstanden. Die Caeliar und Menschen auf diesem Schiff mĂŒssen den Versuch gewagt haben, sich zwecks Überlebens miteinander zu vereinen, wobei sich die negativen Eigenschaften beider Spezies gemischt haben und eine krankhafte Spiegelung von Caeliar und Menschen entstand. Paranoia und fanatischer Wunsch nach Übereinstimmung der Caeliar mischten sich so mit Barbarei und Aggression von menschlicher Seite. Die Schuld an dem Leid, das die Borg verursachten, tragen nicht die Borg-Drohnen – die nur Sklaven sind, mit anderen Worten verlorene Seelen –, sondern die Borg-Königin.

Basierend auf dieser Erkenntnis, fasst Hernandez den Entschluss, die Caeliar in Axion zu kontaktieren, damit diese die Borg von der weiteren Vernichtung der Föderation abhalten. Obwohl der Plan die große Gefahr birgt, dass die Borg die Technologie der Caeliar assimilieren, und trotz Picards Widerspruch, setzen Hernandez und die Sternenflottenoffiziere den Plan in die Tat um. Unter Verwendung eines Solitonimpulses kontaktiert man die Caeliar, die daraufhin von Neu-Erigol aus mit dem Stadtschiff Axion binnen kĂŒrzester Zeit im Azurnebel angelangen. Die Caeliar lassen die gefangenen Titan-Crewmitglieder wieder frei. Veranlasst durch die Caeliar und mit der Information, ĂŒber Partikel 010 zu verfĂŒgen, stoppen sĂ€mtliche Borg-Schiffe ihren Flug zur Erde, als sie von dieser nur noch wenige Sekunden entfernt sind, und setzen Kurs auf den Azurnebel.

Hernandez steuert Kraft ihrer Gedanken die Gestalt der Caeliar dahingehend, dass sie das Kollektivbewusstsein der Borg-Drohnen auslöschen. Millionen von Borg-Drohnen galaxisweit verlieren dadurch ihren sklavenĂ€hnlichen Status und sind nunmehr frei. Axion erstrahlt in hellem Licht, wĂ€hrend auf Veranlassung der Gestalt sĂ€mtliche Borg-Kuben implodieren. Die Borg existieren nun nicht mehr. Picard und Seven of Nine verlieren ihre geistige Verbindung zu den Borg. Hernandez wirbt ggĂŒ. den Caeliar damit, die befreiten Borg-Drohnen in die Gestalt zu integrieren, auch um den Fortbestand der Spezies Caeliar zu sichern. Hernandez sieht sich nun vollends als eine von den Caeliar.

WĂ€hrend Martok auf Qo’noS erfĂ€hrt, dass allein dort ĂŒber 70 Millionen Klingonen gestorben sind, hĂ€lt Bacco auf der Erde eine Rede, die an die Föderationsgesellschaft gerichtet ist. Darin beziffert sie die Anzahl der Toten auf Seiten von Föderation, Klingonen und Romulanern, die es durch die Borg-Invasion gegeben hat, auf 63 Milliarden und die Dezimierung, die die Sternenflotte erlitten hat, auf 40 Prozent. Das Raumschiff Columbia wird in die Flottenwerft Utopia Planitia geschleppt, um dort repariert zu werden.

Figuren

Bei den Figuren handelt es sich, sofern nicht anders angegeben, um Menschen.

‱ Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Columbia NX-02:

‱ Captain Erika Hernandez – Kommandantin
‱ Cdr. Veronica Fletcher – Erste Offizierin
‱ Lt. Cdr. Kalil El-Rashad – Wissenschafts- und Zweiter Offizier
‱ Lt. Karl Graylock – Chefingenieur
‱ Lt. Johanna Metzger – Chefmedizinerin
‱ Lt. Kiona Thayer – Waffenoffizierin
‱ FĂ€hnrich Sidra Valerian – Kommunikationsoffizierin

‱ MACO-Mitglieder auf dem Raumschiff Columbia NX-02:

‱ Major Stephen Foyle – Kommandant
‱ Lt. Vincenzo Yacavino – Stellvertretender Kommandant
‱ Sg. Gage Pembleton
‱ Ensign Tom Steinhauer

‱ Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Enterprise-E: → Hauptartikel
‱ Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Titan: → Hauptartikel
‱ Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Aventine:

‱ Captain Ezri Dax – Kommandantin, Spezies: Trill
‱ Cdr. Sam Bowers – Erster Offizier
‱ Lt. Cdr. Gruhn Helkara – Wissenschafts- und Zweiter Offizier, Spezies: Zakdorn
‱ Lt. Lonnoc Kedair: Sicherheitschefin Spezies: Takaranerin
‱ Lt. Simon Tarses: Chefmediziner, Spezies: Mensch und Romulaner
‱ Lt. Mikaela Leishman: Chefingenieur

‱ Andere Figuren:

‱ Inyx – Chefwissenschaftler der Caeliar
‱ Edrin – Chefarchitekt der Caeliar
‱ Nanietta Bacco – PrĂ€sidentin der Föderation
‱ Esperanza Piñiero – Stabschefin von Nanietta Bacco
‱ Elim Garak – Cardassianischer Botschafter
‱ Martok – Klingonischer Kanzler

Veröffentlichung

Auf Englisch erschienen die drei Romane im Verlag Pocket Books nacheinander erstmals im September, Oktober und November 2008. Den Sammelband mit allen drei Romanen veröffentlichte der Verlag im MÀrz 2012. Die BÀnde erschienen sowohl gedruckt als auch als E-Book.

Die deutschsprachige Erstveröffentlichung der Einzelromane erfolgte zwischen Juni und Oktober 2010 im Verlag Cross Cult. Übersetzerin ins Deutsche war Stephanie Pannen. Einen Sammelband mit allen drei Romanen gab der Verlag im Juni 2014 mit dem Untertitel Gesamtausgabe heraus; im September 2016 folgte ein weiterer Sammelband als JubilĂ€umsausgabe, die auf 999 Exemplare limitiert ist. ZusĂ€tzlich zur Printausgabe erschienen die Romane auch als E-Books und – zumindest bei Audible – als HörbĂŒcher, die von Lutz Riedel gesprochen werden.

Siehe auch
Literatur

‱ Linda Whitmore: ‘Star Trek Destiny’ author David Mack’s Borg epic comes full cube, in: Hero Complex (zur WebprĂ€senz der Los Angeles Times gehörend) vom 20. MĂ€rz 2012 (Interview mit David Mack)

Weblinks

‱ Götter der Nacht im Star-Trek-Wiki Memory Alpha
‱ Gewöhnliche Sterbliche im Star-Trek-Wiki Memory Alpha
‱ Verlorene Seelen im Star-Trek-Wiki Memory Alpha